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Wenn Essen krank macht! Lebensmittelunverträglichkeiten 1: Laktose

Die Inhaltstoffe werden sorgfältig gecheckt, Alternativprodukte müssen herhalten und einige Lebensmittel sind schon längst von der Einkaufsliste gestrichen. Doch was wenn doch mal etwas übersehen wird oder es einfach keine Alternative gibt? Nicht selten hat man dann mit Symptomen wie starken Bauchschmerzen, Blähungen oder gar Durchfall zu kämpfen! Ja - Lebensmittelunverträglichkeiten sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und Intoleranzen gegen Laktose, Gluten, Fructose oder Histamin gehören längst zum festen Bestandteil unserer Gesellschaft.

Laktoseintoleranz – der „böse“ Milchzucker!

Nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten folgt das Leiden. Der Bauch meldet sich höchstpersönlich und was folgt sind Verdauungsprobleme die mal so gar nicht in die weitere Tagesplanung passen. Bauchschmerzen und Magenkrämpfe, Blähungen bis hin zu Durchfall – ja eine Unverträglichkeit von Milchprodukten kann ganz schön anstrengend sein. In Deutschland leiden in etwa 15-20% der Bevölkerung unter einer solchen Intoleranz und schon geringe Mengen an Milchzucker können zu einer unangenehmen Unbehaglichkeit führen. 

Grund dafür ist ein Enzymmangel im Körper. Damit der Milchzucker, also Laktose im Körper verwertet werden kann muss er im Darm in seine Einzelteile (Glucose und Galactose) aufgespaltet werden. Für genau diesen Vorgang ist das Enzym Laktase zuständig. Produziert der Körper dieses Enzym nur in geringen Mengen oder ist erst gar nicht vorhanden, so kann folglich auch der Milchzucker nicht abgebaut werden und er gelangt unverdaut vom Dünndarm in den Dickdarm. Durch die sich dort befindlichen Darmbakterien kommt es zu Gärprozessen in deren Folge Gase entstehen. Wasser wird gebunden und fließt aus dem Gewebe in den Dickdarm. Was nun folgt haben wir oben bereits erwähnt.

Und wie wird man laktoseintolerant?

Wie viele hierzulande fälschlich vermuten beschreibt aber eine Laktoseintoleranz keine wirkliche Krankheit. Weltweit betrachtet sind Menschen die Laktose verarbeiten können sogar eine Ausnahme und eine Intoleranz stellt den Normalzustand dar. Nur etwa ein Drittel der weltweiten Bevölkerung haben keine Probleme bei der Verarbeitung von Laktose. Wo hierzulande rund 15% bis 20% unter den Symptomen einer Unverträglichkeit leiden, können die Werte in Asien oder in vielen Regionen Afrikas sogar bis zu 90% oder 100% betragen. Wer sich also auf eine Reise nach China oder andere Regionen Asiens begibt wird vergeblich nach Milchprodukten suchen. 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten einer Laktoseintoleranz. Wo bei der primären Laktoseintoleranz noch im Säuglingsalter Laktose ganz normal zersetzt und verarbeitet werden kann und erst über die Jahre hinweg der Mangel an dem Enzym Laktase im Körper auftritt, ist eine sekundäre Laktoseintoleranz oftmals die Folge einer anderen Krankheit. Gründe dafür sind häufig eine Schädigung der Darmschleimhaut durch Operationen im Magen-Darm-Trakt oder Entzündungen der Schleimhaut. Gewöhnlich handelt es sich hierbei aber nur um eine temporäre Unverträglichkeit, die dann auch wieder zurückgeht sobald die Schleimhaut sich beruhigt hat. 

Wusstest du?! Wie ihr bereits erfahren habt leiden global, vor allem in Gebieten Asiens und Afrikas, rund zwei Drittel aller Menschen unter einer Laktoseintoleranz. Doch weltweit, ganz egal welcher Herkunft, gibt es eine Gruppe von Menschen die problemlos Laktose verarbeiten können: Babys! Liegt kein äußerst seltener Fall einer angeborenen Intoleranz vor, so produziert die Schleimhaut der Babys ausreichend Laktase um beispielsweise Muttermilch, welche sogar mehr Laktose enthält als Kuhmilch, zu verdauen.

Aufpassen bei der Produktauswahl!

Klar ist, dass wer unter einer Laktoseintoleranz leidet, der muss bei der Auswahl seiner Produkte besonders auf die Inhaltstoffe achten. Milch, Sahne, Käse oder sonstige Milchprodukte gehören auf die Streichliste. Aber Vorsicht: nicht nur Milchprodukte enthalten Milchzucker. Oftmals erfahren wir die Symptome einer Unverträglichkeit auch beim Verzehr von Produkten, bei denen wir es nicht erwarten. So sollte man vor allem bei Fertiggerichten, Instant-Produkten, Dressings, Aufstrichen oder sonstigen verarbeiteten Lebensmitteln die Zutatenliste checken!

Das heißt nun aber nicht, dass Personen mit einer Laktoseintoleranz nur noch unverarbeitete Lebensmittel essen dürfen die keine Milch enthalten. Die Lebensmittelindustrie hat dies längst erkannt und viele Hersteller bieten daher ihre Lebensmittel auch in laktosefreier Variante an, so dass heutzutage kaum noch auf etwas verzichtet werden muss! Aber auch hier gilt es ein paar Dinge zu beachten! Da sich natürlich mit dem Begriff „laktosefrei“ äußerst attraktiv werben lässt und sich die Preise der Produkte aufgrund dem vermeintlichen Nutzen der Kunden anheben lassen, werden oftmals Produkte als laktrosefrei beworben, die von Grund auf schon laktosefrei sind oder nur einen sehr geringen Laktoseanteil enthalten, der auch bei einer Intoleranz in den meisten Fällen erst gar nicht anschlägt.

Also auch hier gilt wie so oft: Augen auf beim shoppen! :)

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